Foto: First Solar

Solartechnik

PI Berlin als Testinstitut von First Solar anerkannt

Die Ergebnisse der Leistungs- und Qualitätstests an Modulen von First Solar durch das PI Berlin erkennt der amerikanische Modulhersteller in Zukunft schneller an. Die Anlagenbetreiber und Investoren können damit ihre Projekte besser absichern.

Das Photovoltaik-Institut Berlin (PI Berlin) fungiert in Zukunft als unabhängige Prüfstelle für Kunden von First Solar. Das heißt, dass der amerikanische Modulhersteller in Zukunft dir Testergebnisse des PI Berlins über den Zustand und die Leistung von CdTe-Dünnschichtmodulen von First Solar anerkennen wird. „Es ist für uns von entscheidender Bedeutung, dass unabhängige Prüfinstitute auf einem einheitlichen Niveau arbeiten und sehr spezifische Standards erfüllen, um unsere Module korrekt testen und messen zu können“, sagt Lou Trippel, Vizepräsident für das Produktmanagement von First Solar.

Besondere Prüfmethoden erforderlich

Das PI Berlin habe diese Kompetenz schon unter Beweis gestellt. „Weil wir eine Reihe von großen Projekten mit First Solar Modulen betreut haben, kennen wir das Verhalten der Module sowohl in der Fabrik, im Labor als auch im Feld“, so Lars Podlowski. Die Berliner betreiben eines der wenigen Labore weltweit, die die strengen Prüfverfahren von First Solar einhalten. Schließlich erfordere die von First Solar eingesetzte Dünnschichttechnologie besondere Methoden, um korrekt getestet zu werden, wissen sie. „Wenn First Solar Module sowohl vor als auch nach der Prüfung falsch konditioniert werden, kann es zu einer großen Abweichung in den Ergebnissen der Leistungsmessung kommen“, betonen die Experten von PI Berlin.

Kalibrierung des Labors hat anderthalb Jahre gedauert

Denn Dünnschichtmodule können ein sogenanntes metastabiles Verhalten aufweisen. Das führe bei den Leistungsmessungen der Module zu einer zusätzlichen Varianz. First Solar hat deshalb spezielle Verfahren zur Konditionierung und Prüfung seiner Module entwickelt, um genaue und wiederholbare Ergebnisse zu gewährleisten. „Deshalb war der Evaluierungsprozess nicht einfache“, sagt Lars Podlowski, Vorstand des PI Berlin. „In einem Laborleistungstest wurden First Solar Module von Institut zu Institut geschickt, bis alle Prüflabore übereinstimmende Messergebnisse lieferten. Durch die Vielzahl von spezifischen Testanweisungen dauerte der Kalibrierungsprozess anderthalb Jahre.“

Für Investoren und Anlagenbetreiber bedeutet das, dass sie durch die Zulassung vor allem an Projektsicherheit gewinnen. Treten Moduldefekte an den gelieferten oder verbauten First Solar Modulen auf, die durch das PI Berlin getestet und bestätigt werden, erkennt First Solar Forderungen von Anlagenbetreibern und Investoren schneller an. Das PI Berlin arbeitet aber weiterhin als unabhängiges Prüfinstitut, das von verschiedenen Herstellern beauftragt wird, betonen die Berliner.

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